Gisbert zu Knyphausen live in Frankfurt

Geboren in Wiesbaden, aufgewachsen im Rheingau – da ist die Batschkapp in Frankfurt für Gisbert zu Knyphausen wahrscheinlich schon soetwas wie ein kleines Heimspiel. Und so finden sich in der gut gefüllten Halle am 7. Februar sicher auch einige Weggefährten aus früheren Tagen.

Los geht es aber pünktlich um 20 Uhr zunächt mit den beiden Damen von Yippie Yeah, deren Texte allerdings nicht so überschwänglich lebensbejahend sind, wie der Bandname es vermuten lassen könnte. Zu Synthesizer und Cello und manchmal einer Gitarre geht es hauptsächlich um Selbstzweifel und das Gefühl nicht gut genug zu sein.

Melancholie, Zweifel und Einsamkeit sind auch Themen, die in den wundervoll poetischen Texten von Gisbert zu Knyphausen eine große Rolle spielen. Während dies auf seinen drei Soloalben an manchen Stellen noch etwas entrückt klingt, entwickeln die Songs auf der Bühne einen riesigen Druck, der das Publikum voll in seinen Bann zieht. Selbst zwischen den Songs wird im Saal kaum geredet. Die ganze Aufmerksamkeit ist bei Gisbert zu Knyphausen und seiner fünfköpfigen Band mit Percussion, Trompete und Posaune rund um den ehemaligen Wir Sind Helden Gitarristen Jean-Michel Tourette, der auch das aktuelle Knyphausen Album „Das Licht Dieser Welt“ produziert hat.

Ein Konzert von Gisbert zu Knyphausen ist eine wahre Achterbahn der Gefühle. Beginnend mit dem einsichtigen „Niemand“, das vom Wunsch anzukommen handelt über tieftraurige Momente wie in „Kommen und Gehen“, bei dem einigen Konzertbesuchern die Tränen in den Augen standen, bis zum kraftvoll positivem „Das Licht Dieser Welt“ werden sämtliche Farbtöne, die ein Leben so zu bieten hat, abgedeckt.

Trotz gesundheitlicher Angeschlagenheit geht Gisbert zu Knyphausen erst nach beinahe zwei Stunden von der Bühne. Erschöpft, aber glücklich. Wie die Zuschauer auch.

Die „Das Licht Dieser Welt“ Tour macht noch Station in folgenden Städten:

08.02. Mannheim – Alte Feuerwache
09.02. Reutlingen – Franz K

10.02. Berlin – Kesselhaus
01.03. Augsburg – Lange Brechtnacht
02.03. Zwickau – Alter Gasometer
03.03. Braunschweig – Aquarium im Staatstheater

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