Release-News: Friska Viljor – Broken

Wer das schwedische Duo Friska Viljor für seinen beschwingten, tanzbaren gute-Laune-Indiesound geliebt hat, wird sich mit dem siebten Studioalbum Broken ziemlich schwer tun. Hier stehen tieftraurige Texte und düstere Melodien gepaart mit für Friska Viljor Verhältnisse extrem sparsamen Arrangements deutlich im Vordergrund. Das überrascht allerdings nicht, wenn man den privaten Umbruch betrachtet, den Sänger Joakim Sveringsson in den vergangenen 2,5 Jahren erlebt hat. Die Trennung von seiner Lebenspartnerin bedeutete auch ein Auseinanderbrechen der vierköpfigen Familie. Das versuchte er zunächst nicht über Musik zu verarbeiten, sondern mit einer ziemlich ungesunden Menge an Alkohol. Es ist daher weniger überraschend, dass der Sound sich verändert hat – schließlich war lange Zeit nicht klar, ob es überhaupt ein neues Album der Band geben würde.

Broken ist ein eindeutiges Konzeptalbum, das in chronologischer Reihenfolge die Trennung beschreibt. So ist Opener und Single „Unless You Love Me“ noch ein ziemlich beschwingter Indiesong, den Fans auf jeden Fall lieben werden und der auch auf einer Tanzfläche gut aufgehoben wäre. Inhaltlich geht es hier aber bereits um Zweifel an der Beziehung. Während der zweite Song noch fragt „Is It Over“, bekommt man die klare Antwort kurz vor Schluss des Albums: „Guess It’s Over“. Hier wird nicht um den heißen Brei herumgeredet. Es gibt nahezu keine Metaphern. Beinahe fühlt man sich beim Hören wie ein guter Freund, dem Sveringsson sein Herz ausschüttet. Da zudem das Album nur fünf Tage nach seiner Fertigstellung veröffentlicht wurde, ist der Moment des Schreibens nahezu spürbar. Am deutlichsten zu hören ist dies auf „All Is Good“, der sich mit dem Alkoholabsturz von Joakim Sveringsson nach der Trennung beschäftigt und soetwas wie den emotionalen Tiefpunkt des Albums markiert.

Wie sich die neuen Songs live so machen und ob die Band trotz der großen Krise noch ihre tanzbaren Hits nicht verlernt haben, kann man bereits in den kommenden Tagen herausfinden:

14.01. Hamburg – Uebel & Gefährlich (ausverkauft)
15.01. Berlin – Astra
16.01. Münster – Sputnikhalle
17.01. Köln – Gloria
18.01. Wiesbaden – Schlachthof
19.01. AT-Linz – Posthof
20.01. AT-Vienna – Flex
21.01. AT-Salzburg – Rockhouse
22.01. AT-Dornbirn – Conrad Sohm
23.01. CH-Bern – Bierhübeli
24.01. CH-Winterthur – Salzhaus
25.01. München – Theaterfabrik
26.01. Dresden – Beatpol
27.01. Rostock – M.A.U. Club

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