Newcomer und ihre Mittel zum musikalischen Erfolg

Wer macht die kommenden Stars? Youtube, Mp3-Verkaufsportale wie iTunes oder Streaming-Anbieter wie Spotify? Künstler wie Maggie Lindemann, RIN, Lion Cayden oder Kamaliya versuchen alle ihren eigenen Weg zu finden. Doch wer von ihnen ist aktuell wirklich angesagt?

Zum einen gibt es die Streaming-Stars: Mit sommerlichen, frechen elektronischen Pop-Beats steht der „Cheat Codes x Cade Remix“ von Maggie Lindemann schon seit Wochen ganz weit oben in den deutschen Spotify-Charts und hat es nun mit mehr als 190.000 Streams pro Tag sogar schon Platz 16 der täglichen Spotify-Charts erreicht. Dazu hat mit Sicherheit die wirksame Platzierung in Playlists wie „Today’s Top Hits“ mit drei Millionen Abonnenten oder „Happy Hits“ mit mehr als eine halbe Million Abonnenten geholfen.  Dank 0,69 €-Aktion hat sich der Titel mittlerweile auch schon bis auf Platz 74 der iTunes-Charts hochkämpfen können und steht sogar in den regulären deutschen Verkaufscharts hauptsächlich dank Streamings auf der 73 , aber für den wirklichen Sommerhit fehlt dann noch das dazugehörte Airplay der Radiostationen:

Einen ähnlichen Streamingerfolg kann auch der erfolgreich werdende Newcomer RIN verzeichnen, der mit seinem gechillten, in Jugendsprache verfasstem Deutsch-Pop-Rap-Lied „Bros“, zu dem Minthendo den Beat beigesteuert hat, bei Spotify schon mehr als 1,5 Millionen Mal gestreamt wurde. Kein Wunder, denn das Lied ist schließlich auf Playlisten wie „Top Hits Deutschland“,  „Generation Deutschrap“ oder „Chillige Bässen“ mit mehreren zehntausenden Hören gelistet. Dank des Streaming war schon Platz 61 der deutschen Charts drin und das, obwohl die Verkäufe im Moment eher schleppend laufen (aktuell Platz 164 bei iTunes):

Eine ganze andere Art der Promo hat der Sänger Lion Cayden, denn ganz überraschend hingegen ist er mit seinem Poplied „Sweet Summer July“ schon auf Platz 3 bei iTunes, obwohl das Lied bei keinem Streaminganbieter vorhanden ist und auch erst bei LastFM viermal (!) getrackt wurde. Seltsamerweise findet man bei Youtube sehr viele positive, englischsprachige Kommentare von Usern, die alle die gleiche Channels abonniert haben und selbst keine Videos hochgeladen haben:

Auch bei iTunes überwiegen die 5-Sterne-Rezensionen mit englischen Kommentaren und das, obwohl Lion Cayden laut http://kworb.net/itunes/artist/lioncayden.html nur im deutschen iTunes erfolgreich ist und sonst nirgends auf der Welt. Seltsam, oder?

Bei Sängerin Kamaliya stimmen zwar auch mal wieder die Kaufzahlen bei iTunes, aber die recht simpel produzierte Dance-Version „Sign your name (Cover)“ hat bei iTunes durchweg 1 Sterne bekommen und bei Spotify wurde das Lied trotz des Verkaufserfolgs auch erst weniger als 1000mal gespielt.

Da ist es dann natürlich auch fraglich, wer das Lied denn gekauft hat. Selbst bei dem letzten Album von Mark Medlock, welches er in Eigenproduktion aufgenommen hat, gab es noch ein paar positive Kommentare…

Woher nun die Käufe bei Lion Cayden oder Kamaliya stammen, ist für den normalen Nutzer natürlich nicht einsehbar, weshalb es sich nicht 100%ig sagen lässt, ob es nun Fake-Käufe sind oder nicht. Allerdings sind bei beiden sehr seltsame Auffälligkeiten vorhanden, die Zweifel an der Echtheit des Erfolgs sähen während bei Künstlern wie Maggie Lindemann oder Rin klar ist, dass der Erfolg durch gute Platzierungen in relevanten Spotify-Playlisten stammt.

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